Bei trockenem, aber sehr windigem Wetter waren 15 Frauen, Männer zu einer Kräuterwanderung des Eifelvereins Ulmen rund um den Jungferweiher zusammengekommen, die von der Kulturwartin Inge Dietzen geführt wurde. Zunächst erklärte die Wanderführerin einige Verhaltensregeln im Umgang mit den Kräutern. So soll nur gepflückt werden, was einwandfrei bestimmt werden kann. Dabei ist auch immer der Artenschutz zu beachten und es dürfen keine geschützten

Pflanzen gepflückt werden. Auch sollte Pflanzen nur an hygienisch einwandfreien Stellen gesammelt werden, also nicht an Straßenrändern, Müllplätzen, Hundeausführstellen oder ähnlichen Orten.

Zudem sollten die Pflanzen nicht Plastiktüten, sondern in Papiertüten, Stofftaschen oder Körben mitgenommen werden. Und es müssen immer einige Pflanzen stehenbleiben, damit aus deren Samen wieder neue Pflanzen gedeihen können, so Inge Dietzen, die auch viel Wissenswertes und Lehrreiches über die derzeit in der Natur wachsenden Pflanzen und vor allem ihre heilende Wirkung an die Wanderfreunde weitergab.

Zu diesen Kräutern gehörten der Ackerschachtelhalm und wie man ihn von dem giftigen Sumpfschachtelhalm unterscheidet. Es folgten Sauerampfer, Großer Wiesenknopf, Blutwurz und Schlangenknöterich, die Brennnessel, Löwenzahn, Frauenmantel, Gänsefingerkraut, Kriechender Günsel und Bach-Nelkenwurz.

„Viele dieser Kräuter, die bei uns fast vor der eigenen Haustür wachsen, sind eine kostenlose ‚natürliche Apotheke‘ in Gottes freier Natur. Man muss sie nur kennen und wissen, wie man sie anwendet. Sie dienen als Magenbitter, zur Blutstillung, bei Entzündungen und zur Immunstärkung, als Wundbalsam oder als Schädlingsbekämpfer im Garten. In der Küche finden sie Anwendung als Würzkraut in Suppen, Soßen, Salaten, im Quark oder in der Butter“, so erläuterte die Wanderführerin, die auch mitteilte, dass in früheren Zeiten die Menschen dafür nur die Kräuter gehabt hätten. Denn als das Salz bekannt worden sei, hätten es sich die armen Leute nicht leisten können, weil es teurer war als Gold.

Zum Abschluss der Wanderung gab es noch Kräuterlimonade, Kräuterdip und Blätterteigschnecken mit Kräuterfüllung und alle Teilnehmer*innen durften jeweils ein Reagenzgläschen mit Kräutersalz mit nach Hause nehmen. „Diese lehrreiche und unterhaltsame Wanderung hat uns allen sehr gut gefallen und alle wir haben an diesem Tag viel über die Heil- und Würzkräuter gelernt“, waren sich die Teilnehmer*innen einig und dankten der Wanderführerin für die Führung und die wertvollen Erläuterungen.

Bildunterzeile:

Gut besucht war die Kräuterwanderung des Eifelvereins Ulmen am Jungferweiher, bei der alle viel über die heimischen Pflanzen und Gewächse lernen konnten.